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    Personal · L-GAV 2026

    Personalplanung im Restaurant — Schichten, Pensen & Kosten 2026

    Personalkosten sind mit 32–38 % vom Umsatz der grösste variable Kostenblock im Schweizer Gastrobetrieb. Hier ist die komplette 2026-Personalplanung: L-GAV-Mindestlöhne, Schichtmodelle, Sozialkosten und Faustregeln für jede Restaurantgrösse.

    TL;DR · Antwort in 1 Satz

    Stand Juni 2026

    Faustregel Schweizer Restaurant: 1 Mitarbeiter (FTE) pro 15 Sitzplätze für Vollservice, pro 25 Sitzplätze für Takeaway. L-GAV-Mindestlöhne 2026: CHF 3'582 (ohne Lehre) bis CHF 4'788 (mit eidg. Diplom). Sozialkosten: rund 14 % auf den Bruttolohn (AHV/IV/EO 5.3 %, ALV 1.1 %, BVG 3.5–9 %, FAK 1.2 %, UVG 1.4 %).

    • Faustregel Vollservice: 1 FTE pro 15 Sitzplätze
    • Takeaway/Schnellrestaurant: 1 FTE pro 25 Sitzplätze
    • L-GAV-Mindestlohn ohne Berufslehre: CHF 3'582 brutto (2026)
    • L-GAV-Mindestlohn mit Berufslehre: CHF 4'444 brutto
    • Sozialkosten Arbeitgeber: ~14 % auf Bruttolohn
    • Personalkosten-Ziel: 32–38 % vom Netto-Umsatz

    Quelle: L-GAV 2026 + GastroLaunch Branchenstudie 2026

    Wie viele Mitarbeiter braucht mein Restaurant?

    Die Schweizer Branchen-Faustregel basiert auf Sitzplätzen und Konzepttyp. Ein 60-Plätze-Vollservice-Restaurant braucht etwa 4.0 FTE (Full Time Equivalent) — typischerweise verteilt auf 1 Küchenchef, 1 Koch/Beilage, 2 Service-FTE und 0.5 Aushilfen für Spitzen. Bei Takeaway-Konzepten genügen 2.5 FTE für die gleiche Sitzplatzzahl.

    • Vollservice-Restaurant: 1 FTE pro 15 Plätze
    • Pizzeria: 1 FTE pro 18 Plätze
    • Café & Brunch: 1 FTE pro 20 Plätze
    • Takeaway/Schnellrestaurant: 1 FTE pro 25 Plätze
    • Premium / Fine Dining: 1 FTE pro 8 Plätze
    • Bar (ohne Küche): 1 FTE pro 25 Plätze

    L-GAV-Mindestlöhne Schweiz 2026 (gültig ab 1.1.2026)

    Der L-GAV (Landesgesamtarbeitsvertrag Gastronomie) ist allgemeinverbindlich — gilt also für alle Schweizer Gastrobetriebe unabhängig von Mitgliedschaft. Die Mindestlöhne 2026:

    • Ohne Berufslehre: CHF 3'582/Monat brutto (× 13 Monate)
    • Mit 2-jähriger Berufsausbildung: CHF 4'207/Monat
    • Mit 3-jähriger Berufslehre (Koch/Restaurationsfachfrau EFZ): CHF 4'444
    • Mit Berufslehre + 6 Jahre Erfahrung: CHF 4'577
    • Mit eidg. Diplom (z.B. Küchenchef): CHF 4'788
    • 13. Monatslohn ist Pflicht, Auszahlung Dezember oder anteilig

    Sozialkosten Arbeitgeber Schweiz 2026 — die wahren Personalkosten

    Der oft unterschätzte Arbeitgeberanteil an Sozialversicherungen erhöht die Bruttolohnkosten um rund 14 %. Beispiel: Bruttolohn CHF 4'444 (Koch EFZ) → Arbeitgeberkosten gesamt rund CHF 5'070 monatlich, plus 13. Monatslohn = jährliche Vollkosten rund CHF 65'910. Vollständige Komponenten:

    • AHV/IV/EO: 5.3 % (Arbeitgeberanteil 5.3 %)
    • ALV: 1.1 % bis CHF 148'200, 0.5 % Solidaritätsbeitrag darüber
    • BVG (Pensionskasse): 3.5 % (25-34 J.) bis 9 % (55-65 J.)
    • FAK (Familienzulagen): ~1.2 % (kantonal)
    • UVG Berufsunfall: ~0.2 %
    • UVG Nichtberufsunfall: ~1.2 % (Arbeitgeber kann auf MA umlegen)
    • KTG (Krankentaggeld): ~0.8 %

    Schichtplanung: Standardmodelle für die Schweizer Gastro

    Drei Modelle dominieren 2026: Single-Shift (eine Schicht, typisch Mittagsbetrieb), Geteilte Schicht (Mittag + Abend mit 2–4h Pause) und Two-Shift-System (Frühschicht und Spätschicht ohne Überlappung). Geteilte Schichten brauchen klare L-GAV-konforme Ruhezeiten — minimum 11h zwischen zwei Arbeitstagen. Bei jungen Mitarbeitenden (< 18 J.) und Lernenden gelten besondere Schutzbestimmungen.

    Häufige Fragen

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    Wie viele Mitarbeiter brauche ich für 60 Sitzplätze?

    Vollservice-Restaurant mit 60 Plätzen: 4.0 FTE (1 Küchenchef, 1 Koch, 2 Service, plus 0.5 Aushilfen für Spitzen). Pizzeria mit 60 Plätzen: 3.3 FTE. Takeaway: 2.4 FTE.

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    Was ist der L-GAV-Mindestlohn 2026?

    Ab 1.1.2026: CHF 3'582 ohne Berufslehre, CHF 4'444 mit dreijähriger Berufslehre (Koch/Restaurationsfachfrau EFZ), CHF 4'788 mit eidg. Diplom. 13. Monatslohn ist Pflicht. Allgemeinverbindlich für alle Schweizer Gastrobetriebe.

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    Wie hoch sind die Sozialkosten für den Arbeitgeber?

    Rund 14 % auf den Bruttolohn: AHV/IV/EO 5.3 %, ALV 1.1 %, BVG 3.5–9 % (altersabhängig), FAK ~1.2 %, UVG ~1.4 %, KTG ~0.8 %. Beispiel: Bei CHF 4'444 Brutto = rund CHF 5'070 Arbeitgeber-Vollkosten.

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    Wie viel darf ein Mitarbeitender maximal arbeiten?

    L-GAV: 42-Stunden-Woche (Vollzeit), 5 Wochen Ferien (4 Wochen bei < 20 J.), 11h Mindestruhezeit zwischen Arbeitstagen, ein freier Sonntag pro 14 Tage. Überstunden müssen mit 25 % Zuschlag oder in Freizeit kompensiert werden.

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    Wie plane ich Aushilfen und Stundenlohn-MA?

    Stundenlohn gemäss L-GAV-Skala (Mindestlohn / 173.33 h × 1.08 für Ferien-/Feiertagsanteil). Aushilfen unter 8h pro Monat sind AHV-frei. Wichtig: Auch Stundenlöhner brauchen BVG ab 22'050 Jahreseinkommen — also bei regelmässigem Einsatz Pensionskasse anmelden.