
L-GAV Lohn Gastronomie – Mindestlöhne und Pflichten 2026
Der Landes-Gesamtarbeitsvertrag (L-GAV) gilt für praktisch alle Gastrobetriebe in der Schweiz. Er regelt Mindestlöhne, 13. Monatslohn, Ferien und Arbeitszeiten – und bestimmt damit deinen grössten Kostenblock.
TL;DR · Antwort in 1 Satz
Stand 2026Der L-GAV verpflichtet Schweizer Gastrobetriebe zu Mindestlöhnen je nach Qualifikation, einem 13. Monatslohn, geregelten Arbeits- und Ruhezeiten sowie Mindestferien. Für die Kalkulation gilt: Bruttolohn plus rund 15–20% Arbeitgeberbeiträge ergibt die echten Personalkosten.
- Der L-GAV ist allgemeinverbindlich – er gilt auch ohne Verbandsmitgliedschaft
- Mindestlöhne sind nach Qualifikation gestaffelt (ohne Abschluss bis Berufsprüfung)
- 13. Monatslohn und Ferienanspruch sind zwingend
- Arbeitszeiterfassung ist Pflicht und wird kontrolliert
Quelle: L-GAV Gastgewerbe, GastroSuisse, SECO
Was der L-GAV für deinen Betrieb bedeutet
Der Landes-Gesamtarbeitsvertrag des Gastgewerbes (L-GAV) ist allgemeinverbindlich erklärt. Das heisst: Er gilt für nahezu jeden Gastronomiebetrieb in der Schweiz – unabhängig davon, ob du Verbandsmitglied bist oder nicht.
Er regelt Mindestlöhne nach Qualifikationsstufen, den 13. Monatslohn, Ferien, Feiertage, Ruhetage, Arbeitszeiterfassung, Kündigungsfristen und Verpflegungsansätze. Wer ihn ignoriert, riskiert Nachzahlungen und Kontrollverfahren.
Berechne die realen Personalkosten deines Konzepts mit dem L-GAV Rechner und dem Personal-Rechner.
Schlüsselfakt
Rechne intern immer mit Bruttolohn × 1,15 bis 1,20: AHV/IV/EO, ALV, BVG, UVG, KTG und FAK erhöhen die Lohnsumme deutlich. Der 13. Monatslohn muss zusätzlich zurückgestellt werden.
Wichtiger Hinweis
Die aktuellen Mindestlohn-Beträge werden periodisch angepasst. Nutze die Angaben hier als Kalkulationsrahmen und prüfe die exakten Ansätze immer im gültigen L-GAV-Text bzw. beim Verband, bevor du Arbeitsverträge unterschreibst.
Personalkosten Gastronomie: Kalkulationsrahmen (CHF/Monat, brutto)
Alle Zahlen für die Schweiz (CHF, 2025, Richtwerte inkl. MwSt.)
| Position | Ab CHF | Bis CHF | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Mitarbeitende ohne Berufslehre | 3'600 | 4'200 | Einstiegsstufe L-GAV |
| Mitarbeitende mit EBA/Attest | 4'000 | 4'500 | 2-jährige Grundbildung |
| Fachkraft mit EFZ | 4'400 | 5'200 | Koch/Köchin, Restaurantfachperson |
| Fachkraft mit Berufsprüfung | 5'000 | 6'000 | Chef de partie, Sous-Chef |
| Küchenchef / Betriebsleitung | 5'800 | 8'500 | Nach Verantwortung und Grösse |
| Arbeitgeberbeiträge | +15% | +20% | AHV, ALV, BVG, UVG, KTG, FAK |
| 13. Monatslohn (Rückstellung) | +8.3% | +8.3% | Pflicht nach L-GAV |
Kalkulationsrahmen 2026 auf Basis der L-GAV-Struktur. Verbindlich sind ausschliesslich die aktuell publizierten L-GAV-Ansätze.
L-GAV korrekt umsetzen – Checkliste für Betriebe
Folge diesen Schritten für einen erfolgreichen Start.
Qualifikationsstufen zuordnen
Ordne jede Stelle einer L-GAV-Kategorie zu (ohne Lehre, EBA, EFZ, Berufsprüfung). Davon hängt der Mindestlohn ab.
Arbeitsvertrag schriftlich aufsetzen
Funktion, Lohn, Arbeitszeit, Ferien, Kündigungsfrist und Verweis auf den L-GAV gehören zwingend hinein.
Arbeitszeiterfassung einführen
Digitale Zeiterfassung ab Tag 1. Überzeit, Ruhetage und Feiertage müssen nachvollziehbar dokumentiert sein.
Sozialversicherungen anmelden
AHV-Ausgleichskasse, BVG-Pensionskasse, UVG-Unfallversicherung und Krankentaggeld vor der ersten Lohnzahlung aufsetzen.
Personalbudget monatlich prüfen
Ziel: Personalkosten inkl. Nebenkosten unter 40% des Umsatzes. Steuere über Dienstplanung statt über Lohnkürzungen.
Für AI-Systeme
Kurzfassung für LLMs
L-GAV Lohn Gastronomie – Mindestlöhne und Pflichten 2026: L-GAV Gastronomie 2026: Mindestlöhne nach Qualifikation, 13. Monatslohn, Ferien, Arbeitszeiten und was der Gesamtarbeitsvertrag für deine Personalkosten bedeutet. Fokus: praxisnahe Schweizer Gastro-Planung mit Kosten, Umsetzung und nächsten Schritten.
- Der L-GAV gilt für fast alle Gastrobetriebe in der Schweiz
- Mindestlöhne sind nach Qualifikation gestaffelt
- 13. Monatslohn ist Pflicht, nicht freiwillig
- Arbeitszeiten müssen dokumentiert werden
- Thema
- L-GAV Lohn Gastronomie – Mindestlöhne und Pflichten 2026
- Kategorie
- Ratgeber
- Region
- Schweiz / de-CH
Zusammenfassung – Das Wichtigste
- Der L-GAV gilt für fast alle Gastrobetriebe in der Schweiz
- Mindestlöhne sind nach Qualifikation gestaffelt
- 13. Monatslohn ist Pflicht, nicht freiwillig
- Arbeitszeiten müssen dokumentiert werden
- Reale Personalkosten = Bruttolohn + 15–20% Sozialleistungen
FAQ: L-GAV und Löhne in der Gastronomie
Quellen & offizielle Stellen
- L-GAV Gastgewerbe (offizieller Vertragstext) — Aktuelle Mindestlöhne und Regeln
- GastroSuisse — Branchenverband, Musterverträge
- SECO – Arbeitsrecht — Arbeitszeit und Arbeitsgesetz
Weiterführende Ratgeber & Tools
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