Der Denkfehler mit dem Umsatz
«Wenn wir CHF 80'000 im Monat machen, läuft es.» Diesen Satz hören wir in Erstgesprächen oft. Das Problem: CHF 80'000 sind abstrakt. Niemand steht an einem Dienstagmittag in der Küche und denkt in Monatsumsätzen. Man zählt Teller.
Darum lohnt sich die Gegenrichtung: Wie viele Menschen müssen jeden Tag durch die Tür kommen? Diese Zahl kannst du an einem Standort tatsächlich überprüfen – zum Beispiel, indem du zur Mittagszeit vor dem Lokal zählst.
Die Formel – in drei Schritten
- 1. Netto-Bon: Durchschnittsbon ÷ 1,081. Von CHF 35 bleiben CHF 32.38 – der Rest ist MwSt (Take-away-Essen: ÷ 1,026).
- 2. Was pro Gast bleibt: Netto-Bon × (1 − Wareneinsatz − ca. 2 % Kartengebühren). Bei 30 % Wareneinsatz bleiben rund CHF 22 pro Gast.
- 3. Gäste pro Tag: (Fixkosten + Wunschgewinn) ÷ CHF pro Gast ÷ Öffnungstage.
Personal behandeln wir als Fixkosten: Festangestellte kosten auch dann, wenn es regnet und niemand kommt.
